DRK Presseinformationen https://www.drk-darmstadt-mitte.de de DRK Thu, 15 Apr 2021 02:10:57 +0200 Thu, 15 Apr 2021 02:10:57 +0200 TYPO3 EXT:news news-9 Thu, 11 Feb 2021 00:01:00 +0100 Tag des Notrufs am 11. Februar https://www.drk-darmstadt-mitte.de/aktuell/neuigkeiten/meldung/tag-des-notrufs-am-11-februar.html Noch immer wissen viel zu wenige Menschen in Europa, welche Telefonnummer sie im Notfall wählen müssen. Um den Bekanntheitsgrad der europaweiten Notrufnummer 112 zu erhöhen, wurde der 11. Februar zum Europäischen Tag des Notrufs... Die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 ist vorwahlfrei, kostenlos und wird im Funk- und Festnetz mit Vorrang behandelt. Automatisch werden Sie mit der örtlich zuständigen Leitstelle verbunden und das auch, wenn das Netz Ihres Anbieters an Ihrem aktuellen Standort gerade nicht verfügbar ist.

Doch wann soll überhaupt der Notruf gewählt werden? Die 112 muss gewählt werden, wenn akute Lebensgefahr besteht, Sie die Situation nicht mehr einschätzen können oder mit ihr überfordert sind. Dazu gehören beispielsweise schwere Unfälle, Feuer, Vergiftungen, Schmerzen in der Brust, Störungen der Sprache, Lähmungserscheinungen, Störungen des Bewusstseins, Kreislaufkollaps, Atemnot, starker Blutverlust oder starke Schmerzen. Bei Unsicherheiten über die Zuständigkeit kann selbstverständlich dennoch der Notruf gewählt werden, die Leitstellendisponenten werden Ihnen dann mitteilen, wenn aufgrund des Meldebildes keine Indikation für Feuerwehr beziehungsweise Rettungsdienst vorliegt und Sie an die entsprechenden Stellen verweisen.

Abfrage durch den Disponenten

Der diensthabende Leitstellendisponent wird die wichtigsten Daten abfragen, um anhand der Informationen das richtige Rettungsmittel zu entsenden. Danach sollte man jedoch nicht direkt auflegen, sondern noch eventuelle Rückfragen der Leitstelle abwarten.

Außerdem sind alle Disponenten speziell geschult und können im Falle eines Kreislaufstillstandes Laienhelfer über das Telefon bei einer Reanimation anleiten. Hierdurch soll die leider immer noch oft vorhandene Hemmschwelle überwunden und eine qualitativ möglichst hochwertige Versorgung des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes gewährleistet werden.

Bei einem lebensbedrohenden Notfall fassen die sogenannten 5-W-Fragen die wesentlichen Inhalte eines Notrufs zusammen. Der Leitstellenmitarbeiter wird aber während des Telefonats alle wichtigen Fragen stellen, sodass Sie in der Ausnahmesituation nicht zwangsläufig alle Fragen auswendig parat haben müssen. Dennoch bieten sie einen guten Überblick, welche Fragen Sie gestellt bekommen werden.

1. Wo ist es passiert?
Um nicht unnötig Zeit für die Suche nach der richtigen Adresse zu verschwenden, ist es äußerst wichtig, eine möglichst genaue Angabe des Notfallortes zu machen. Optimal wäre natürlich die genaue Adresse, wenn Sie sich in einer fremden Stadt befinden, können Sie aber auch anhand markanter Punkte Ihren Standort beschreiben. Die Disponenten kennen sich in ihrem Bereich sehr gut aus und haben eine Karte vorliegen. In Wäldern oder fernab von befestigten Straßen sind Forstrettungspunkte oder die genauen Koordinaten hilfreich.

2. Was ist passiert?
Je nachdem ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Einheiten alarmiert - beim Müllcontainerbrand beispielsweise kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, bei einem Notfall zu Hause der Rettungsdienst und gegebenenfalls ein Notarzt..

3. Wie viele Personen sind verletzt/betroffen?
Ein einzelner Fußgänger oder doch der vollbesetzte Bus? Je nach Anzahl der Betroffenen werden unterschiedlich viele Fahrzeuge alarmiert, je genauer hier die Meldung, umso schneller kann allen geholfen werden.

4. Wer ruft an?
Manchmal ist es für weitere Rückfragen notwendig, dass die Leitstelle oder die Besatzungen der Rettungsfahrzeuge den Anrufer nochmals kontaktieren können.

5. Warten auf Rückfragen!
Jeder ist beim Absetzen eines Notrufs aufgeregt. Legen Sie deshalb unbedingt erst auf, wenn die Leitstellenmitarbeiter Ihnen sagen, dass sie alle Informationen erhalten haben!

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst
In vielen Fällen geht es nicht um Minuten, für diese Fälle gibt es den Ärztlichen Bereitschaftsdienst. Bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft normalerweise der Hausarzt oder eben der Ärztliche Bereitschaftsdienst.

Der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen ist für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen, sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Neben speziellen Bereitschaftsdienstpraxen bieten viele Kassenärztliche Vereinigungen auch einen Hausbesuchsdienst an. Die bundesweit einheitliche, kostenfreie Vermittlungsnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes116 117 ist der richtige Kontakt beispielsweise bei hohem Fieber in der Nacht oder einer akuten Magenverstimmung am Wochenende.

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